Anne Lina Billinger
26. Januar - 28. März 2013
Schmidt & Handrup freut sich sehr, die erste Einzelausstellung von Anne Lina Billinger ankündigen zu dürfen.
Die Ausstellung start/stop/syncro der 1983 in Frankfurt am Main geborenen Städel-Absolventin zeigt Collagen, dem seit Studienzeiten bevorzugten Medium der Künstlerin. Ihren Materialien wie Zeitungsausschnitten, Sprühfarben, Glas oder Magazinseiten ist sie im Wesentlichen treu geblieben, der Träger dagegen hat sich verändert, hat eine neue Gewichtung bekommen. Buchstäblich, weil die von Billinger gesammelten Gegenstände in Beton gegossen werden.
Es ist der Konstrast der Matieralien, der den Betrachter beim Anblick der Betonplatten fesselt: "MIch beeindrucken die Gegensätze, seien sie im Gleichgewicht oder Ungleichgewicht, und ihr Verhältnis zur Harmonie und Disharmonie. Intuitiv verbinde ich so verschiedenste Ebenenen in meinen Arbeiten."
Intuition spielt bei der Produktion der Betonarbeiten eine entscheidende Rolle. Unvorhergesehenes, wie Trocknungsrisse im Mörtel, die Verformung der eingegossenen Materialien oder das Verhalten der als Gussform dienenden Obstkisten inst kalkuliert und doch bleibt der Prozess stets dem Zufall überlassen. Vermeintliche Makel wie Bruchstellen und Risse machen den besonderen Charakter des Materials sichtbar. Sie erfahren keine Wertung durch die KÜnstlerin , sondern liefern das Potential für neue Ideen.
Das Ergebnis ist zerbrechlich und rau, abstrakt und konkret. Der Beton wird über seine bekannten Eigenschaften aufgewertet und äußerst malerisch.
Im Büro der Galerie werden ergänzend Collagen aus Magazinen zu sehen sein, die ausgehöhlt als Rahmen der eingelassenen Materiailien dienen, mit neuem Inhalt und Sinn gefüllt werden.
Anne Lina Billinger studierte an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Städelschule, Frankfurt am Main bei Wolfgang Tillmans, Wilem de Rooj und Michael Krebber. Sie beendete 2010 ihr Studium als Meisterschülerin der Klasse Michael Krebber.
Stephanie Snider
17. November - 21. Dezember 2012
Schmidt & Handrup freut sich sehr, die zweite Einzelausstellung der amerikanischen Künstlerin Stephanie Snider (geboren 1969 in Detroit, USA) in Köln ankündigen zu dürfen.
Die Schwelle (engl. threshold) ist das verbindende Element der gleichnamigen Ausstellung der US-amerikanischen Künstlerin Stephanie Snider. Als architektonisches Element bezeichnet die Schwelle den Boden einer Türöffnung, die Grenze zwischen Innen und Außen. Sie markiert damit einen Bereich zwischen Ahnen und Wissen, innerhalb dessen die Neugierde auf das, was auf der anderen Seite sein könnte, noch intakt ist.
Stephanie Sniders Skulpturen und Collagen bilden Schwellen zu fiktionalen Orten. Die Vorstellung einer Bühne oder eines Spielfeldes als Ausgangspunkt nehmend, eignen sich die Arbeiten architektonische Elemente als Metapher eines psychologischen Raums an. Sie lassen dabei Landschaften entstehen, die verführerisch-einladend erscheinen. Konzeptuelle und formale Hinweise wickeln den Betrachter in deren Geheimnis ein. Alles bleibt nur eine Möglichkeit.
Seit Abschluß ihres Studiums, das sie 1998 mit dem MFA an der Yale University beendete, lehrt Stephanie Snider an namenhaften Instituten, darunter der Pennsylvania State University, der Rhode Island School of Design und Princeton.
2009 erhielt sie nach zahlreichen früheren Auszeichnungen den Guggenheim Fellowship in the Creative Arts, eines der wichtigsten Stipendien für Künstler in den USA.
Sie lebt und arbeitet in New York.
Stephen Suckale - Rough Trade. Pass the Silver, Keep the Gold
08. September - 26. Oktober 2012
Viktor Timofeev - Plasticity 17
25. Mai - Ende Juli 2012
Der Titel der Ausstellung ist eine Kombination aus William Gibsons Konzept der "infinte plasticity of the digital" und City 17, der fiktionalen Stadt aus Valve´s Half Life , dem wegweisenden Computerspiel aus dem Jahr 2004. Ich stellte mir eine Stadt vor, in der sich die Rationalität außerhalb der Norm bewegt, die irgendwo zwischen dem Wirklichen und Virtuellen existiert. Sie ist im Großen und Ganzen ein dunkler Ort, verfügt aber über ein paar Ecken, die Freiheit und ein Gefühl von Zuhause versprechen. DIese Binarität führt zu Gibson und dem breiten Spektrum des sigitalen Potentials zurück, das er in seiner Bridge Trilogie diskutiert. Und genau wie City 17 ist sie sowohl gelassen als auch Kriegsschauplatz.
Ich überlegte, wie es wäre diesen Ort zu erkunden, Arbeiten aus ihm zu erschafften, als würde man ihn einfach beobachten, auch wenn er nur in deinem Kopf existiert. Wie würden sich die fiktionalen Linsen, die ihn aufnehmen, verhalten? Welche Form von Lebewesen bevölkern so einen Ort? Sind sie Überbleibsel künstlicher Intelligent und was für eine Persönlichkeit würde man auf sie projizieren? Wieviel Schwerkraft benötigt man, um sich wohlzufühlen?
Viktor Timofeev, 2012
Ich überlegte, wie es wäre diesen Ort zu erkunden, Arbeiten aus ihm zu erschafften, als würde man ihn einfach beobachten, auch wenn er nur in deinem Kopf existiert. Wie würden sich die fiktionalen Linsen, die ihn aufnehmen, verhalten? Welche Form von Lebewesen bevölkern so einen Ort? Sind sie Überbleibsel künstlicher Intelligent und was für eine Persönlichkeit würde man auf sie projizieren? Wieviel Schwerkraft benötigt man, um sich wohlzufühlen?
Viktor Timofeev, 2012
Open for change - Künstler der Galerie und Gäste
30. März - 19. Mai 2012
Veränderungen bringen meist eine Bestandsaufnahmen mit sich. Man reflektiert wo man steht, was in den letzten Jahren so alles passiert ist und was zukünftig passieren soll. Bei einer Galerie spielen sich solche Überlegungen nicht nur gedanklich ab, sondern werden im künstlerischen Programm sichtbar. Was wäre für eine Zwischenbilanz also geeigneter als eine Gruppenausstellung? Eine gedankliche und visuelle Bestandsaufnahme, die versucht zu sortieren aber auch schonmal einen Blick in die Zukunft zu schicken.
Als Galerie, die sich nicht einer künstlerischen Gattung verschreibt, ist Open for change nicht nur Ausstellungstitel und Anspielung auf die jüngsten Veränderungen durch den Umzug in neue Räume, sondern auch als Frage an uns selbst zu verstehen, der wir in einer gemeinsamen Ausstellung unserer Künstler auf den Grund gehen. Überraschendes Ergebnis: Trotz der großen Vielfalt an Techniken und Medien und der unterschiedlichen Arbeitsweise und Herkunft der Künstler offenbraen sich doch wesentliche Gemeinsamkeiten. Schnell wird klar, dass die Dinge nicht nur eine Oberfläche haben, sondern auch mal mehrere - und auch eine Rückseite. Bilder sind nicht einfach zweidimensionale, an der Wand hängende Flächen, sondern vielschichtige Gebilde, die durch Überlagerungen, Einschnitte oder aufgetragene Stoffe und Materialien eine eigene Körperlichkeit entwickeln, während Skulpturen und Objekte auch mal ihre Räumlichkeiten in Frage stellen und sich in die Zweidimensionalität zurückziehen. Entsprechend dieses künstlerischen Ansatzes steht das Thema der Materialität bei dieser Ausstellung im Vordergrund. Zwischen Wand und Raum collagieren die Künstler in ihren Arbeiten Alltägliches, Artifizielles, Vorgefundenes und Gestaltetes.
Als programmatisches Anliegen ist Open for change der Anspruch an ein Kunstschaffen, das sich an den Grenzen der Gattungen und über sie hinweg bewegt. Offen zu bleibeb bedeutet aber auch immer wieder die eigene Position zu hinterfragen.
Künstler: Scoli Acosta, Anne Lina Billinger, Delia Gonzalez, Marcus Kleinfeld, Max Korinsky, Camilla Løw, Nathan Peter, Timo Seber, Stephen Suckale
Als Galerie, die sich nicht einer künstlerischen Gattung verschreibt, ist Open for change nicht nur Ausstellungstitel und Anspielung auf die jüngsten Veränderungen durch den Umzug in neue Räume, sondern auch als Frage an uns selbst zu verstehen, der wir in einer gemeinsamen Ausstellung unserer Künstler auf den Grund gehen. Überraschendes Ergebnis: Trotz der großen Vielfalt an Techniken und Medien und der unterschiedlichen Arbeitsweise und Herkunft der Künstler offenbraen sich doch wesentliche Gemeinsamkeiten. Schnell wird klar, dass die Dinge nicht nur eine Oberfläche haben, sondern auch mal mehrere - und auch eine Rückseite. Bilder sind nicht einfach zweidimensionale, an der Wand hängende Flächen, sondern vielschichtige Gebilde, die durch Überlagerungen, Einschnitte oder aufgetragene Stoffe und Materialien eine eigene Körperlichkeit entwickeln, während Skulpturen und Objekte auch mal ihre Räumlichkeiten in Frage stellen und sich in die Zweidimensionalität zurückziehen. Entsprechend dieses künstlerischen Ansatzes steht das Thema der Materialität bei dieser Ausstellung im Vordergrund. Zwischen Wand und Raum collagieren die Künstler in ihren Arbeiten Alltägliches, Artifizielles, Vorgefundenes und Gestaltetes.
Als programmatisches Anliegen ist Open for change der Anspruch an ein Kunstschaffen, das sich an den Grenzen der Gattungen und über sie hinweg bewegt. Offen zu bleibeb bedeutet aber auch immer wieder die eigene Position zu hinterfragen.
Künstler: Scoli Acosta, Anne Lina Billinger, Delia Gonzalez, Marcus Kleinfeld, Max Korinsky, Camilla Løw, Nathan Peter, Timo Seber, Stephen Suckale
Delia Gonzalez - I Must Not Stop To Rest Here
27. Januar - 17. März 2012
Unter dem programmatischen Titel I Must Not Stop To Rest Here zeigt Schmidt & Handrup Werke der in Berlin lebenden Künstlerin Delia Gonzalez. Die Ausstellung versammelt Zeichnungen und die Projektion von vier 16mm-Tanzfilmen. Die Arbeiten erscheinen in ihrer gemeinsamen Präsentation zunächst divers, machen jedoch sowohl im Zusammenspiel als auch in der einzelnen Betrachtung den Antrieb der Künstlerin sichtbar: Sie komponiert. Indem sie diesen künstlerischen Ansatz an verschiedenen Medien erprobt, arbeitet Delia Gonzalez deren spezifische Qualitäten heraus und verstärkt sie durch ihre Kontrastwirkung. Die choreografierte Bewegung des Tanzes, zusammen mit dem Rhythmus der dazu von der Künstlerin komponierten und von DFA Records produzierten Musik erlangt durch ihren zeitlichen Verlauf höchste Eindringlichkeit. Die wiederholten Bewegungsabläufe und die Melodie spielen auf den rituellen Charakter und die bewusstseinsverändernde Wirkung des Tanzes an. Welche Bedeutung die Komposition für das künstlerische Schaffen hat, zeigt sich jedoch noch deutlicher in den statischen Bildern. In der geometrische Komposition der Zeichnungen reduziert Gonzalez ihre Arbeitsweise auf das Wesentliche: Das Komponieren als natürlicher Prozess, der verschiedene Elemente so zusammenbringt, dass sie als Einheit funktionieren - und selbst neue Mythen darstellen.
Die rhythmische Komposition, die Wiederholung und Spiegelung von Formen, Klängen und Bewegungen erzeugt eine beinahe hypnotische Wirkung und verdeutlicht damit nicht nur eine buchstäbliche Reflexion, sondern symbolisiert ebenso die Suche nach einer Art von metaphysischer Ordnung und das Bedürfnis nach einem geistigen Einklang mit dieser.
04. November - 17. Dezember 2011
Die strahlend blaue Oberfläche einer Leinwand durchkreuzt den Galerieraum. Der schwere Stoff fällt von einer dünnen Stange herab und wird von Einschnitten durchbrochen, die ein komplexes geometrisches Muster ergeben. Das Gestänge gibt der Leinwand keine feste Struktur, sondern spannt den Stoff auf ungewöhnliche Weise und lässt ihn frei fallen, wie eine überlange Flagge. Die geschwungene Stoffbahn ist umgeben von dunklen Teer-Gemälden, die traditionellerweise an den Wänden der Galerie hängen. SURENESS OF TOUCH führt auf rätselhafte und gleichzeitig natürliche Weise die perforierten Fahnen und dunklen Stillleben zusammen. Ein Dialog zwischen Amerikanischem Idealismus und Europäischem Intellektualismus.
Als Symbol für eine Nation schafft die Flagge kollektive Identitäten und versinnblidlicht die Erinnerungen und Geschichten seiner Besitzer. Ohne diese spezifische nationale Referenz tritt sie aus der kunsthistorischen Tradition einer subversiven Abstraktion oder der Objektifizierung in Form eines Pop-Bildes heraus und wird zu einem neuen Medium.
Das Stillleben hat als Allegorie der Vergänglichkeit Jahrhunderte der Kunstgeschichte durchlaufen. Nathan Peter verwendet das Motiv jedoch nicht wegen seines metaphorischen Potentials, sondern da es wesentlich die Verkörperung einer westliche Malereitradition darstellt. In ihrer Verbindung reagieren die Werke genauso aufeinander wie auf ihre eigene Tradition. Beide Formate werden, innerhalb ihrer eigenen Konventionen, zu einer Plattform für den Künstler, um seine eigenen Einflüsse, seine eigene Ikonographie zu erforschen; Malerei als persönliche Heraldik.
"Sureness of Touch" ist ein Ausdruck, der traditionell gebraucht wird, um das Selbstbewusstsein des Künstler während des Malakts zu beschreiben. Die psychologische Bedeutung der Wendung manifestiert sich in den Werken der Ausstellung. Der Künstler besitzt sein Werk im eigentlichen Sinne – und im körperlichen Akt des Schneidens, Schleifens und des Freilegens der Leinwand. Um die Flaggen herzustellen, muss der Künstler die Leinwand von der Wand lösen, die Stützen freilegen, die dann als Fahnenmasten wieder erscheinen. Ein Prozess, der den Pinselstrich in Frage stellt und durch den sich der Künstler vom traditionellen Verständnis von Malerei löst. Die Ausstellung ist das körperliche, materielle Ergebnis dieses Prozesses, durch die der Besucher wiederum mit seiner eigenen Körperlichkeit konfrontiert ist, indem er gezwungen wird, sich um die Leinwände herum zu bewegen, die plötzlich dreidimensionale Objekte sind.
Marcus Kleinfeld - MENSCHENPARK
09. September - 28. Oktober 2011
Vernissage: Freitag, 09. September 2011, 18 - 21 Uhr
Die Galerie SCHMIDT & HANDRUP freut sich sehr, die zweite Einzelausstellung von Marcus Kleinfeld in ihren Galerieräumen ankündigen zu dürfen.
MENSCHENPARK setzt sich mit den Systemen und Strukturen auseinander, die der Mensch erschafft und in denen er zwangsläufig existieren muss.
Wie auch in der ersten Ausstellung legt Marcus Kleinfeld dabei sein Hauptaugenmerk auf den Menschen selbst; auf seinen Körper, seine Bedürfnisse und Ängste innerhalb des Systems und seine Beziehung zu anderen Menschen, mit denen er in einer Korrelation von Machtverhältnissen steht.
Die Ausstellung versteht sich dabei nicht nur als Versuch einer Beschreibung der conditio humana, sondern auch des Zustands der heutigen Welt. Die in ihr präsentieren Bilder und Skulpturen greifen gegenwärtige wie universale Themen auf, mit denen der Mensch im Laufe seines Lebens konfrontiert ist, Die Symptome unserer Zeit werden hierbei symbolhaft sowie in unterschiedlichen Arbeitsprozessen und im Zwischenspiel der Materialien untereinander sichtbar. Eines der Hauptthemen der Ausstellung ist dabei die Organisation und Kontrolle des Menschen durch den Menschen und den Staat in einem Klima schwindender Ressourcen, explodierender oder drastisch rückläufiger Bevölkerungszahlen und eines bis zur Hysterie erhöhten Sicherheitsbedürfnisses.
Marcus Kleinfeld, geboren 1979 in Berlin, studierte am Chelsea College of Art and Design und dem Goldsmiths College in London. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Max Korinsky - lecker lecker
11. Juni - 30. Juli 2011
Vernissage: Freitag, 10. Juni 2011, 19 - 21 Uhr
Die Galerie SCHMIDT & HANDRUP freut sich sehr, die zweite Einzelausstellung von Max Korinsky in ihren Galerieräumen ankündigen zu dürfen.
Die in der Ausstellung „lecker lecker“ präsentierten Arbeiten setzen sich aus abstrakten Störformen, geometrischen und ornamental reduzierten Elementen und perspektivischen Komponenten zusammen, die einen neuen Raum ergeben und so den Eindruck von gemalten Collagen entstehen lassen.
Die in einigen Arbeiten verwendete Klebefolie sowie die auffallende Gegensätzlichkeit der Materialien, hochglänzende Ölfarbe kontrastiert matte Ölkreide, unterstützen diesen Eindruck noch.
Wiederkehrendes Element in fast allen Arbeiten ist der Klang, dargestellt durch farbige, meist in Rottönen gehaltenen Dreiecke. Erstmals in der Leinwandarbeit „Weltempfänger“, die die erste der neuen Serie Korinskys war, aufgetreten, findet der Klang seinen Höhepunkt als Stilelement in der gleichnamigen Installation. Die elektronisch bearbeiteten Körperschallaufnahmen lassen blaue akustische Räume und Flächen entstehen, wobei die erwähnten Dreiecke subtil als Klangmembran fungieren. Der auditive Beitrag stammt von den Brüdern von Max Korinsky, Abel und Carlo, Studenten des Masterstudiengangs Sound Studies an der UdK Berlin.
Seit dem Abschluss des Studiums der Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren Rissa und Th. Grünfeld und des Studiums an der Universität Wuppertal in den Fächern Germanistik und Geschichte studiert Max Korinsky, geboren 1984 in Ibbenbüren freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf. Er lebt und arbeitet in Wuppertal.
Timo Seber - All I can do is just offer you my love
13. April 2011 – 28. Mai 2011
Vernissage: 13. April, 19 - 21 Uhr
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich sehr, die zweite Einzelausstellung des Künstlers Timo Seber in ihren Räumlichkeiten ankündigen zu können.
Beim Betreten der Ausstellung findet sich der Besucher in einem stilisiertem Friseursalon wieder. Skulpturen, bestehend aus Schneiderpuppen mit gesiebdruckten Maharaja Portraits stehen geordnet in der Mitte des Raumes. An der Wand, wie Spiegel aufgereiht, große Messingplatten, umwickelt mit dem Stoff eines einzigen, ursprünglich sechs Meter langen, handgewobenen Sari – dem traditionellen Kleidungsstück indischer Frauen. In Messing-Schaukästen befinden sich vor Fotografien von Perlenketten die Silhouetten verschiedener Sektgläser. Für Seber gibt es eine Verwandtschaft zwischen der Arbeit eines Künstlers und dem Beruf des Friseurs. Von beiden wird neben der rein handwerklichen Arbeit ein nicht klar definiertes „Mehr“ erwartet. Der Friseursalon ist stets auch Ort der emotionalen Verwandlung, sowie Anlaufstelle für Klatsch und Tratsch.
Auch die Kunstwerke selbst stimmen in die dort stattfindenden Gespräche ein, und spielen sich auf. Sie haben große Freude daran, sich als Luxusgüter zu tarnen, müssen bei genauer Betrachtung aber doch eingestehen, nur Modeschmuck zu zeigen und aus Messing statt Gold zu bestehen. Ihre Sehnsucht aber bleibt, und sucht ein Ventil in der Verklärung von Indien und seinen Großfürsten, den Maharajas, wie sie hier auf Portraits um das Jahr 1900 festgehalten wurden. Wie Märchenprinzen schauen sie - geschmückt mit Diamanten und Perlen - von den Umhängen und warten, während sich die spiegelnden Platten schon den Sari überziehen.
Timo Seber, geboren 1984 in Köln, studiert seit 2006 an der Kunsthochschule für Medien Köln bei Prof. Marcel Odenbach und Prof. Johannes Wohnseifer. Seit 2010 ist er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und gewann ein zweimonatiges Aufenthaltsstipendium des Goethe Instituts Bangalore, Indien, dem an dieser Stelle für die Realisation der Ausstellung besonderer Dank gilt.
Stephen Suckale – Period Craze04. Februar – 25. März 2011
Vernissage:Freitag 04. Februar 2011, 19 – 22 Uhr
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich sehr, die erste Einzelausstellung von Stephen Suckale in ihren Räumlichkeiten in Köln präsentieren zu dürfen.
Eine große Postercollage, die sofort die Aufmerksamkeit auf sich zieht, verweist mal subtil, mal sehr direkt auf einzelne Epochen der Kunstgeschichte und spielt so mit den Assoziationen der Besucher. Motivisch handelt es sich um Torten, die als eigene Meisterwerke auf das Schaffen in der Kunstgeschichte zurückverweisen.
Die besondere Hängung lässt die Bilder als eine große Collage erscheinen und nimmt die gesamte 8 Meter lange Stirnwand der Galerie ein. Deren Elemente schieben sich an der Wand, wie im Entstehungsprozess festgehalten, verstreut unter- und nebeneinander. Dadurch wechselt der Besucher zwischen einer fokussierenden Betrachtung und einem ganzheitlichen Blick über das Werk. Zwischen den Postern hängt die Fotografie der Grundsteinlegung eines Museums, sowie der gerahmten Arbeit, auf die in der Grundsteinlegung verwiesen wird. Für “Period Craze” hat der Künstler eine raumspezifische Situation geschaffen, die dazu einlädt gedanklich in 2000 Jahren Kunstgeschichte zu versinken.
Stephen Suckale folgte schon in seinen früheren Projekten verborgenen Spuren und Zusammenhängen aus Politik, Geschichte und Kunst. Das Spiel mit der Erinnerung setzt sich in den hier gezeigten Papiercollagen und der Textilarbeit fort. Suckale öffnet darin das Feld der Musikgeschichte, lässt uns die tänzelnden Polizisten vor Beatles-Fans erkennen und Michael Jacksons Haarlocken erahnen.
Stephen Suckale, geboren 1979 in Frankfurt am Main, studierte von 2002 bis 2008 an der Hochschule für bildende Künste, Städelschule in Frankfurt am Main bei Thomas Bayrle und Michael Krebber. Neben zahlreichen Ausstellungen in Frankfurt war Suckale bereits in Hamburg, Wien und zuletzt in Zürich zu sehen. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
Stephanie Snider - Masked Passage
20. November 2010 - Januar 2011
Vernissage: Freitag, 19. November 2010, 18.00 - 21.00 Uhr
Schmidt & Handrup freut sich sehr, die erste Einzelausstellung der amerikanischen Künstlerin Stephanie Snider (geboren 1969 in Detroit, USA) in Köln ankündigen zu dürfen.
In den für die Ausstellung „Masked Passage“ entstandenen Collagen und Skulpturen kreiert Snider wie auf einer Bühne aufgebaute fiktionale Landschaften persönlicher und kollektiver Erinnerungen, die Referenzen zu Literatur, Theater, dekorativer Kunst und Märchen aufweisen. In diesen surrealen Tableaus finden sich sowohl abstrakte Symbole als auch architektonische Strukturen, textile Muster, Schriftzüge und geometrische Muster. Diese fungieren in den auf den ersten Blick oft irritierenden Kombinationen als Codes, die dem Betrachter jederzeit den Weg zurück aus den aufgeladenen Assoziationslandschaften ermöglichen. Trotzdem die Collagen der Ausgangspunkt der Skulpturen und Gemälde Sniders sind, beherrscht sie den grenzüberschreitenden Schritt von Collage zu Skulptur bzw. Bild und zurück überzeugend, in allen drei Bestandteilen ihres Oeuvres öffnet sie imaginäre Räume und lädt den Betrachter ein, diese mit seinen persönlichen Assoziationen zu füllen.
Im Anschluß an ihr Studium, das sie 1998 mit dem MFA an der Yale University beendete, lehrte Stepahnie Snider an namenhaften Instituten, darunter der Rhode Island School of Design und Princeton.
2009 erhielt sie nach zahlreichen früheren Auszeichnungen den Guggenheim Fellowship in the Creative Arts, eines der wichtigsten Stipendien für Künstler in den USA.
Sie lebt und arbeitet in New York.
Christian Holstad - The great pacific garbage patch
03. September – 23. Oktober, 2010
Vernissage: 03 September 2010, 18 – 21 Uhr
The Great Pacific Garbage Patch' ist die erste Einzelausstellung des amerikanischen Künstlers Christian Holstad in Deutschland seit über sieben Jahren und folgt einer Reihe von vielbeachteten Einzel- und Gruppenausstellungen in internationalen Institutionen wie der Galleria Civica di Modena, dem New Museum New York, dem Museum of Contemporary Art, Miami sowie der Kunsthalle Düsseldorf.
Zu diesem Anlass hat Holstad eine Serie leuchtender soft sculptures geschaffen, die in einer fantastisch-unheimlichen Installation raumgreifend die gesamten 160 Quadratmeter unserer Kölner Ausstellungsräume erobert haben. Zusätzlich verleihen Schwarzlicht und eine Flutlichtskulptur mit violetten, blauen und pinken Strahlern dem Ausstellungsraum eine mystisch-marine Atmosphäre, die den Besucher in eine dunkle Traumlandschaft führt.
Wesen aus einer anderen Welt gleich bevölkern die glitzernden, pastellfarbenen Skulpturen eine Insellandschaft aus schwarzem Vulkangesteinssplit. Auf dem silbernen, an eine schimmernde Wasseroberfläche erinnernden, Galerieboden liegen und verenden sie mit ihren langen Tentakeln wie an den Strand gespülte Quallen. Diese kollabierenden Wesen sind jedoch aus recyceltem Stoff genähte und gewebte, zusammengesunkene Abbilder von Einkaufswagen führender Einzelhandelsgiganten. Diese Firmen sind durch ihre zunehmende Expansion allgegenwärtig und lassen alternative Händler untergehen; immer stärker bestimmen ihre Logos das Gesicht unserer Städte. Und wie die Präsenz dieser Giganten nimmt auch die Anzahl der Quallen in den Weltmeeren immer mehr zu - durch die Überfischung ihrer natürlichen Feinde, die Erderwärmung und die Verschmutzung von Wasser und Küsten.
Christian Holstad konfrontiert uns mit den hier gezeigten Arbeiten auf eine emotionale und subtile Weise mit den Folgen unseres Konsums. Die Einkaufswagen symbolisieren für ihn die Schnittstelle, an der der Konsument die ökologische Verantwortung übernehmen muss.
Der Titel der Ausstellung macht auf ein 1997 erstmals beschriebenes Phänomen aufmerksam: Der von unserem Konsum übrigbleibende Müll, meist Plastikteile und deren Zersetzungsprodukte, sammeln sich in einigen Strömungswirbeln der Ozeane an und führen durch erhebliche Verdichtung in bestimmten Meeresregionen zu sogenannten ‚Müllstrudeln‘. Der bekannteste unter ihnen ist das „Great Pacific Garbage Patch“ im Nordpazifik, mit einer geschätzten Ausdehnung von der Größe Mitteleuropas.
Christian Holstad wurde 1972 in Anaheim, Kalifornien geborgen und lebt und arbeitet in New York City. Seine Arbeiten sind international in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, unter anderem der des Museum of Modern Art, New York, des Astrup Fearnley Museeet for Moderne Kunst, Oslo und des Museum of Contemporary Art, Los Angeles.
KUNSTKONSUM SCHWERENOT
25. Juni - 31. Juli 2010
Die strahlend blaue Oberfläche einer Leinwand durchkreuzt den Galerieraum. Der schwere Stoff fällt von einer dünnen Stange herab und wird von Einschnitten durchbrochen, die ein komplexes geometrisches Muster ergeben. Das Gestänge gibt der Leinwand keine feste Struktur, sondern spannt den Stoff auf ungewöhnliche Weise und lässt ihn frei fallen, wie eine überlange Flagge. Die geschwungene Stoffbahn ist umgeben von dunklen Teer-Gemälden, die traditionellerweise an den Wänden der Galerie hängen. SURENESS OF TOUCH führt auf rätselhafte und gleichzeitig natürliche Weise die perforierten Fahnen und dunklen Stillleben zusammen. Ein Dialog zwischen Amerikanischem Idealismus und Europäischem Intellektualismus.
Als Symbol für eine Nation schafft die Flagge kollektive Identitäten und versinnblidlicht die Erinnerungen und Geschichten seiner Besitzer. Ohne diese spezifische nationale Referenz tritt sie aus der kunsthistorischen Tradition einer subversiven Abstraktion oder der Objektifizierung in Form eines Pop-Bildes heraus und wird zu einem neuen Medium.
Das Stillleben hat als Allegorie der Vergänglichkeit Jahrhunderte der Kunstgeschichte durchlaufen. Nathan Peter verwendet das Motiv jedoch nicht wegen seines metaphorischen Potentials, sondern da es wesentlich die Verkörperung einer westliche Malereitradition darstellt. In ihrer Verbindung reagieren die Werke genauso aufeinander wie auf ihre eigene Tradition. Beide Formate werden, innerhalb ihrer eigenen Konventionen, zu einer Plattform für den Künstler, um seine eigenen Einflüsse, seine eigene Ikonographie zu erforschen; Malerei als persönliche Heraldik.
"Sureness of Touch" ist ein Ausdruck, der traditionell gebraucht wird, um das Selbstbewusstsein des Künstler während des Malakts zu beschreiben. Die psychologische Bedeutung der Wendung manifestiert sich in den Werken der Ausstellung. Der Künstler besitzt sein Werk im eigentlichen Sinne – und im körperlichen Akt des Schneidens, Schleifens und des Freilegens der Leinwand. Um die Flaggen herzustellen, muss der Künstler die Leinwand von der Wand lösen, die Stützen freilegen, die dann als Fahnenmasten wieder erscheinen. Ein Prozess, der den Pinselstrich in Frage stellt und durch den sich der Künstler vom traditionellen Verständnis von Malerei löst. Die Ausstellung ist das körperliche, materielle Ergebnis dieses Prozesses, durch die der Besucher wiederum mit seiner eigenen Körperlichkeit konfrontiert ist, indem er gezwungen wird, sich um die Leinwände herum zu bewegen, die plötzlich dreidimensionale Objekte sind.
09. September - 28. Oktober 2011
Vernissage: Freitag, 09. September 2011, 18 - 21 Uhr
Die Galerie SCHMIDT & HANDRUP freut sich sehr, die zweite Einzelausstellung von Marcus Kleinfeld in ihren Galerieräumen ankündigen zu dürfen.
MENSCHENPARK setzt sich mit den Systemen und Strukturen auseinander, die der Mensch erschafft und in denen er zwangsläufig existieren muss.
Wie auch in der ersten Ausstellung legt Marcus Kleinfeld dabei sein Hauptaugenmerk auf den Menschen selbst; auf seinen Körper, seine Bedürfnisse und Ängste innerhalb des Systems und seine Beziehung zu anderen Menschen, mit denen er in einer Korrelation von Machtverhältnissen steht.
Die Ausstellung versteht sich dabei nicht nur als Versuch einer Beschreibung der conditio humana, sondern auch des Zustands der heutigen Welt. Die in ihr präsentieren Bilder und Skulpturen greifen gegenwärtige wie universale Themen auf, mit denen der Mensch im Laufe seines Lebens konfrontiert ist, Die Symptome unserer Zeit werden hierbei symbolhaft sowie in unterschiedlichen Arbeitsprozessen und im Zwischenspiel der Materialien untereinander sichtbar. Eines der Hauptthemen der Ausstellung ist dabei die Organisation und Kontrolle des Menschen durch den Menschen und den Staat in einem Klima schwindender Ressourcen, explodierender oder drastisch rückläufiger Bevölkerungszahlen und eines bis zur Hysterie erhöhten Sicherheitsbedürfnisses.
Marcus Kleinfeld, geboren 1979 in Berlin, studierte am Chelsea College of Art and Design und dem Goldsmiths College in London. Er lebt und arbeitet in Berlin.
11. Juni - 30. Juli 2011
Vernissage: Freitag, 10. Juni 2011, 19 - 21 Uhr
Die Galerie SCHMIDT & HANDRUP freut sich sehr, die zweite Einzelausstellung von Max Korinsky in ihren Galerieräumen ankündigen zu dürfen.
Die in der Ausstellung „lecker lecker“ präsentierten Arbeiten setzen sich aus abstrakten Störformen, geometrischen und ornamental reduzierten Elementen und perspektivischen Komponenten zusammen, die einen neuen Raum ergeben und so den Eindruck von gemalten Collagen entstehen lassen.
Die in einigen Arbeiten verwendete Klebefolie sowie die auffallende Gegensätzlichkeit der Materialien, hochglänzende Ölfarbe kontrastiert matte Ölkreide, unterstützen diesen Eindruck noch.
Wiederkehrendes Element in fast allen Arbeiten ist der Klang, dargestellt durch farbige, meist in Rottönen gehaltenen Dreiecke. Erstmals in der Leinwandarbeit „Weltempfänger“, die die erste der neuen Serie Korinskys war, aufgetreten, findet der Klang seinen Höhepunkt als Stilelement in der gleichnamigen Installation. Die elektronisch bearbeiteten Körperschallaufnahmen lassen blaue akustische Räume und Flächen entstehen, wobei die erwähnten Dreiecke subtil als Klangmembran fungieren. Der auditive Beitrag stammt von den Brüdern von Max Korinsky, Abel und Carlo, Studenten des Masterstudiengangs Sound Studies an der UdK Berlin.
Seit dem Abschluss des Studiums der Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren Rissa und Th. Grünfeld und des Studiums an der Universität Wuppertal in den Fächern Germanistik und Geschichte studiert Max Korinsky, geboren 1984 in Ibbenbüren freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf. Er lebt und arbeitet in Wuppertal.
Timo Seber - All I can do is just offer you my love
13. April 2011 – 28. Mai 2011
Vernissage: 13. April, 19 - 21 Uhr
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich sehr, die zweite Einzelausstellung des Künstlers Timo Seber in ihren Räumlichkeiten ankündigen zu können.
Beim Betreten der Ausstellung findet sich der Besucher in einem stilisiertem Friseursalon wieder. Skulpturen, bestehend aus Schneiderpuppen mit gesiebdruckten Maharaja Portraits stehen geordnet in der Mitte des Raumes. An der Wand, wie Spiegel aufgereiht, große Messingplatten, umwickelt mit dem Stoff eines einzigen, ursprünglich sechs Meter langen, handgewobenen Sari – dem traditionellen Kleidungsstück indischer Frauen. In Messing-Schaukästen befinden sich vor Fotografien von Perlenketten die Silhouetten verschiedener Sektgläser. Für Seber gibt es eine Verwandtschaft zwischen der Arbeit eines Künstlers und dem Beruf des Friseurs. Von beiden wird neben der rein handwerklichen Arbeit ein nicht klar definiertes „Mehr“ erwartet. Der Friseursalon ist stets auch Ort der emotionalen Verwandlung, sowie Anlaufstelle für Klatsch und Tratsch.
Auch die Kunstwerke selbst stimmen in die dort stattfindenden Gespräche ein, und spielen sich auf. Sie haben große Freude daran, sich als Luxusgüter zu tarnen, müssen bei genauer Betrachtung aber doch eingestehen, nur Modeschmuck zu zeigen und aus Messing statt Gold zu bestehen. Ihre Sehnsucht aber bleibt, und sucht ein Ventil in der Verklärung von Indien und seinen Großfürsten, den Maharajas, wie sie hier auf Portraits um das Jahr 1900 festgehalten wurden. Wie Märchenprinzen schauen sie - geschmückt mit Diamanten und Perlen - von den Umhängen und warten, während sich die spiegelnden Platten schon den Sari überziehen.
Timo Seber, geboren 1984 in Köln, studiert seit 2006 an der Kunsthochschule für Medien Köln bei Prof. Marcel Odenbach und Prof. Johannes Wohnseifer. Seit 2010 ist er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und gewann ein zweimonatiges Aufenthaltsstipendium des Goethe Instituts Bangalore, Indien, dem an dieser Stelle für die Realisation der Ausstellung besonderer Dank gilt.
11. Juni - 30. Juli 2011
Vernissage: Freitag, 10. Juni 2011, 19 - 21 Uhr
Die Galerie SCHMIDT & HANDRUP freut sich sehr, die zweite Einzelausstellung von Max Korinsky in ihren Galerieräumen ankündigen zu dürfen.
Die in der Ausstellung „lecker lecker“ präsentierten Arbeiten setzen sich aus abstrakten Störformen, geometrischen und ornamental reduzierten Elementen und perspektivischen Komponenten zusammen, die einen neuen Raum ergeben und so den Eindruck von gemalten Collagen entstehen lassen.
Die in einigen Arbeiten verwendete Klebefolie sowie die auffallende Gegensätzlichkeit der Materialien, hochglänzende Ölfarbe kontrastiert matte Ölkreide, unterstützen diesen Eindruck noch.
Wiederkehrendes Element in fast allen Arbeiten ist der Klang, dargestellt durch farbige, meist in Rottönen gehaltenen Dreiecke. Erstmals in der Leinwandarbeit „Weltempfänger“, die die erste der neuen Serie Korinskys war, aufgetreten, findet der Klang seinen Höhepunkt als Stilelement in der gleichnamigen Installation. Die elektronisch bearbeiteten Körperschallaufnahmen lassen blaue akustische Räume und Flächen entstehen, wobei die erwähnten Dreiecke subtil als Klangmembran fungieren. Der auditive Beitrag stammt von den Brüdern von Max Korinsky, Abel und Carlo, Studenten des Masterstudiengangs Sound Studies an der UdK Berlin.
Seit dem Abschluss des Studiums der Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren Rissa und Th. Grünfeld und des Studiums an der Universität Wuppertal in den Fächern Germanistik und Geschichte studiert Max Korinsky, geboren 1984 in Ibbenbüren freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf. Er lebt und arbeitet in Wuppertal.
Timo Seber - All I can do is just offer you my love
13. April 2011 – 28. Mai 2011
Vernissage: 13. April, 19 - 21 Uhr
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich sehr, die zweite Einzelausstellung des Künstlers Timo Seber in ihren Räumlichkeiten ankündigen zu können.
Beim Betreten der Ausstellung findet sich der Besucher in einem stilisiertem Friseursalon wieder. Skulpturen, bestehend aus Schneiderpuppen mit gesiebdruckten Maharaja Portraits stehen geordnet in der Mitte des Raumes. An der Wand, wie Spiegel aufgereiht, große Messingplatten, umwickelt mit dem Stoff eines einzigen, ursprünglich sechs Meter langen, handgewobenen Sari – dem traditionellen Kleidungsstück indischer Frauen. In Messing-Schaukästen befinden sich vor Fotografien von Perlenketten die Silhouetten verschiedener Sektgläser. Für Seber gibt es eine Verwandtschaft zwischen der Arbeit eines Künstlers und dem Beruf des Friseurs. Von beiden wird neben der rein handwerklichen Arbeit ein nicht klar definiertes „Mehr“ erwartet. Der Friseursalon ist stets auch Ort der emotionalen Verwandlung, sowie Anlaufstelle für Klatsch und Tratsch.
Auch die Kunstwerke selbst stimmen in die dort stattfindenden Gespräche ein, und spielen sich auf. Sie haben große Freude daran, sich als Luxusgüter zu tarnen, müssen bei genauer Betrachtung aber doch eingestehen, nur Modeschmuck zu zeigen und aus Messing statt Gold zu bestehen. Ihre Sehnsucht aber bleibt, und sucht ein Ventil in der Verklärung von Indien und seinen Großfürsten, den Maharajas, wie sie hier auf Portraits um das Jahr 1900 festgehalten wurden. Wie Märchenprinzen schauen sie - geschmückt mit Diamanten und Perlen - von den Umhängen und warten, während sich die spiegelnden Platten schon den Sari überziehen.
Timo Seber, geboren 1984 in Köln, studiert seit 2006 an der Kunsthochschule für Medien Köln bei Prof. Marcel Odenbach und Prof. Johannes Wohnseifer. Seit 2010 ist er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und gewann ein zweimonatiges Aufenthaltsstipendium des Goethe Instituts Bangalore, Indien, dem an dieser Stelle für die Realisation der Ausstellung besonderer Dank gilt.
13. April 2011 – 28. Mai 2011
Vernissage: 13. April, 19 - 21 Uhr
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich sehr, die zweite Einzelausstellung des Künstlers Timo Seber in ihren Räumlichkeiten ankündigen zu können.
Beim Betreten der Ausstellung findet sich der Besucher in einem stilisiertem Friseursalon wieder. Skulpturen, bestehend aus Schneiderpuppen mit gesiebdruckten Maharaja Portraits stehen geordnet in der Mitte des Raumes. An der Wand, wie Spiegel aufgereiht, große Messingplatten, umwickelt mit dem Stoff eines einzigen, ursprünglich sechs Meter langen, handgewobenen Sari – dem traditionellen Kleidungsstück indischer Frauen. In Messing-Schaukästen befinden sich vor Fotografien von Perlenketten die Silhouetten verschiedener Sektgläser. Für Seber gibt es eine Verwandtschaft zwischen der Arbeit eines Künstlers und dem Beruf des Friseurs. Von beiden wird neben der rein handwerklichen Arbeit ein nicht klar definiertes „Mehr“ erwartet. Der Friseursalon ist stets auch Ort der emotionalen Verwandlung, sowie Anlaufstelle für Klatsch und Tratsch.
Auch die Kunstwerke selbst stimmen in die dort stattfindenden Gespräche ein, und spielen sich auf. Sie haben große Freude daran, sich als Luxusgüter zu tarnen, müssen bei genauer Betrachtung aber doch eingestehen, nur Modeschmuck zu zeigen und aus Messing statt Gold zu bestehen. Ihre Sehnsucht aber bleibt, und sucht ein Ventil in der Verklärung von Indien und seinen Großfürsten, den Maharajas, wie sie hier auf Portraits um das Jahr 1900 festgehalten wurden. Wie Märchenprinzen schauen sie - geschmückt mit Diamanten und Perlen - von den Umhängen und warten, während sich die spiegelnden Platten schon den Sari überziehen.
Timo Seber, geboren 1984 in Köln, studiert seit 2006 an der Kunsthochschule für Medien Köln bei Prof. Marcel Odenbach und Prof. Johannes Wohnseifer. Seit 2010 ist er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und gewann ein zweimonatiges Aufenthaltsstipendium des Goethe Instituts Bangalore, Indien, dem an dieser Stelle für die Realisation der Ausstellung besonderer Dank gilt.
04. Februar – 25. März 2011
Vernissage:Freitag 04. Februar 2011, 19 – 22 Uhr
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich sehr, die erste Einzelausstellung von Stephen Suckale in ihren Räumlichkeiten in Köln präsentieren zu dürfen.
Eine große Postercollage, die sofort die Aufmerksamkeit auf sich zieht, verweist mal subtil, mal sehr direkt auf einzelne Epochen der Kunstgeschichte und spielt so mit den Assoziationen der Besucher. Motivisch handelt es sich um Torten, die als eigene Meisterwerke auf das Schaffen in der Kunstgeschichte zurückverweisen.
Die besondere Hängung lässt die Bilder als eine große Collage erscheinen und nimmt die gesamte 8 Meter lange Stirnwand der Galerie ein. Deren Elemente schieben sich an der Wand, wie im Entstehungsprozess festgehalten, verstreut unter- und nebeneinander. Dadurch wechselt der Besucher zwischen einer fokussierenden Betrachtung und einem ganzheitlichen Blick über das Werk. Zwischen den Postern hängt die Fotografie der Grundsteinlegung eines Museums, sowie der gerahmten Arbeit, auf die in der Grundsteinlegung verwiesen wird. Für “Period Craze” hat der Künstler eine raumspezifische Situation geschaffen, die dazu einlädt gedanklich in 2000 Jahren Kunstgeschichte zu versinken.
Stephen Suckale folgte schon in seinen früheren Projekten verborgenen Spuren und Zusammenhängen aus Politik, Geschichte und Kunst. Das Spiel mit der Erinnerung setzt sich in den hier gezeigten Papiercollagen und der Textilarbeit fort. Suckale öffnet darin das Feld der Musikgeschichte, lässt uns die tänzelnden Polizisten vor Beatles-Fans erkennen und Michael Jacksons Haarlocken erahnen.
Stephen Suckale, geboren 1979 in Frankfurt am Main, studierte von 2002 bis 2008 an der Hochschule für bildende Künste, Städelschule in Frankfurt am Main bei Thomas Bayrle und Michael Krebber. Neben zahlreichen Ausstellungen in Frankfurt war Suckale bereits in Hamburg, Wien und zuletzt in Zürich zu sehen. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
Stephanie Snider - Masked Passage
20. November 2010 - Januar 2011
Vernissage: Freitag, 19. November 2010, 18.00 - 21.00 Uhr
Schmidt & Handrup freut sich sehr, die erste Einzelausstellung der amerikanischen Künstlerin Stephanie Snider (geboren 1969 in Detroit, USA) in Köln ankündigen zu dürfen.
In den für die Ausstellung „Masked Passage“ entstandenen Collagen und Skulpturen kreiert Snider wie auf einer Bühne aufgebaute fiktionale Landschaften persönlicher und kollektiver Erinnerungen, die Referenzen zu Literatur, Theater, dekorativer Kunst und Märchen aufweisen. In diesen surrealen Tableaus finden sich sowohl abstrakte Symbole als auch architektonische Strukturen, textile Muster, Schriftzüge und geometrische Muster. Diese fungieren in den auf den ersten Blick oft irritierenden Kombinationen als Codes, die dem Betrachter jederzeit den Weg zurück aus den aufgeladenen Assoziationslandschaften ermöglichen. Trotzdem die Collagen der Ausgangspunkt der Skulpturen und Gemälde Sniders sind, beherrscht sie den grenzüberschreitenden Schritt von Collage zu Skulptur bzw. Bild und zurück überzeugend, in allen drei Bestandteilen ihres Oeuvres öffnet sie imaginäre Räume und lädt den Betrachter ein, diese mit seinen persönlichen Assoziationen zu füllen.
Im Anschluß an ihr Studium, das sie 1998 mit dem MFA an der Yale University beendete, lehrte Stepahnie Snider an namenhaften Instituten, darunter der Rhode Island School of Design und Princeton.
2009 erhielt sie nach zahlreichen früheren Auszeichnungen den Guggenheim Fellowship in the Creative Arts, eines der wichtigsten Stipendien für Künstler in den USA.
Sie lebt und arbeitet in New York.
Christian Holstad - The great pacific garbage patch
04. Februar – 25. März 2011
Vernissage:Freitag 04. Februar 2011, 19 – 22 Uhr
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich sehr, die erste Einzelausstellung von Stephen Suckale in ihren Räumlichkeiten in Köln präsentieren zu dürfen.
Eine große Postercollage, die sofort die Aufmerksamkeit auf sich zieht, verweist mal subtil, mal sehr direkt auf einzelne Epochen der Kunstgeschichte und spielt so mit den Assoziationen der Besucher. Motivisch handelt es sich um Torten, die als eigene Meisterwerke auf das Schaffen in der Kunstgeschichte zurückverweisen.
Die besondere Hängung lässt die Bilder als eine große Collage erscheinen und nimmt die gesamte 8 Meter lange Stirnwand der Galerie ein. Deren Elemente schieben sich an der Wand, wie im Entstehungsprozess festgehalten, verstreut unter- und nebeneinander. Dadurch wechselt der Besucher zwischen einer fokussierenden Betrachtung und einem ganzheitlichen Blick über das Werk. Zwischen den Postern hängt die Fotografie der Grundsteinlegung eines Museums, sowie der gerahmten Arbeit, auf die in der Grundsteinlegung verwiesen wird. Für “Period Craze” hat der Künstler eine raumspezifische Situation geschaffen, die dazu einlädt gedanklich in 2000 Jahren Kunstgeschichte zu versinken.
Stephen Suckale folgte schon in seinen früheren Projekten verborgenen Spuren und Zusammenhängen aus Politik, Geschichte und Kunst. Das Spiel mit der Erinnerung setzt sich in den hier gezeigten Papiercollagen und der Textilarbeit fort. Suckale öffnet darin das Feld der Musikgeschichte, lässt uns die tänzelnden Polizisten vor Beatles-Fans erkennen und Michael Jacksons Haarlocken erahnen.
Stephen Suckale, geboren 1979 in Frankfurt am Main, studierte von 2002 bis 2008 an der Hochschule für bildende Künste, Städelschule in Frankfurt am Main bei Thomas Bayrle und Michael Krebber. Neben zahlreichen Ausstellungen in Frankfurt war Suckale bereits in Hamburg, Wien und zuletzt in Zürich zu sehen. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
04. Februar – 25. März 2011
Vernissage:Freitag 04. Februar 2011, 19 – 22 Uhr
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich sehr, die erste Einzelausstellung von Stephen Suckale in ihren Räumlichkeiten in Köln präsentieren zu dürfen.
Eine große Postercollage, die sofort die Aufmerksamkeit auf sich zieht, verweist mal subtil, mal sehr direkt auf einzelne Epochen der Kunstgeschichte und spielt so mit den Assoziationen der Besucher. Motivisch handelt es sich um Torten, die als eigene Meisterwerke auf das Schaffen in der Kunstgeschichte zurückverweisen.
Die besondere Hängung lässt die Bilder als eine große Collage erscheinen und nimmt die gesamte 8 Meter lange Stirnwand der Galerie ein. Deren Elemente schieben sich an der Wand, wie im Entstehungsprozess festgehalten, verstreut unter- und nebeneinander. Dadurch wechselt der Besucher zwischen einer fokussierenden Betrachtung und einem ganzheitlichen Blick über das Werk. Zwischen den Postern hängt die Fotografie der Grundsteinlegung eines Museums, sowie der gerahmten Arbeit, auf die in der Grundsteinlegung verwiesen wird. Für “Period Craze” hat der Künstler eine raumspezifische Situation geschaffen, die dazu einlädt gedanklich in 2000 Jahren Kunstgeschichte zu versinken.
Stephen Suckale folgte schon in seinen früheren Projekten verborgenen Spuren und Zusammenhängen aus Politik, Geschichte und Kunst. Das Spiel mit der Erinnerung setzt sich in den hier gezeigten Papiercollagen und der Textilarbeit fort. Suckale öffnet darin das Feld der Musikgeschichte, lässt uns die tänzelnden Polizisten vor Beatles-Fans erkennen und Michael Jacksons Haarlocken erahnen.
Stephen Suckale, geboren 1979 in Frankfurt am Main, studierte von 2002 bis 2008 an der Hochschule für bildende Künste, Städelschule in Frankfurt am Main bei Thomas Bayrle und Michael Krebber. Neben zahlreichen Ausstellungen in Frankfurt war Suckale bereits in Hamburg, Wien und zuletzt in Zürich zu sehen. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
Stephanie Snider - Masked Passage
20. November 2010 - Januar 2011
Vernissage: Freitag, 19. November 2010, 18.00 - 21.00 Uhr
Schmidt & Handrup freut sich sehr, die erste Einzelausstellung der amerikanischen Künstlerin Stephanie Snider (geboren 1969 in Detroit, USA) in Köln ankündigen zu dürfen.
In den für die Ausstellung „Masked Passage“ entstandenen Collagen und Skulpturen kreiert Snider wie auf einer Bühne aufgebaute fiktionale Landschaften persönlicher und kollektiver Erinnerungen, die Referenzen zu Literatur, Theater, dekorativer Kunst und Märchen aufweisen. In diesen surrealen Tableaus finden sich sowohl abstrakte Symbole als auch architektonische Strukturen, textile Muster, Schriftzüge und geometrische Muster. Diese fungieren in den auf den ersten Blick oft irritierenden Kombinationen als Codes, die dem Betrachter jederzeit den Weg zurück aus den aufgeladenen Assoziationslandschaften ermöglichen. Trotzdem die Collagen der Ausgangspunkt der Skulpturen und Gemälde Sniders sind, beherrscht sie den grenzüberschreitenden Schritt von Collage zu Skulptur bzw. Bild und zurück überzeugend, in allen drei Bestandteilen ihres Oeuvres öffnet sie imaginäre Räume und lädt den Betrachter ein, diese mit seinen persönlichen Assoziationen zu füllen.
Im Anschluß an ihr Studium, das sie 1998 mit dem MFA an der Yale University beendete, lehrte Stepahnie Snider an namenhaften Instituten, darunter der Rhode Island School of Design und Princeton.
2009 erhielt sie nach zahlreichen früheren Auszeichnungen den Guggenheim Fellowship in the Creative Arts, eines der wichtigsten Stipendien für Künstler in den USA.
Sie lebt und arbeitet in New York.
03. September – 23. Oktober, 2010
Vernissage: 03 September 2010, 18 – 21 Uhr
The Great Pacific Garbage Patch' ist die erste Einzelausstellung des amerikanischen Künstlers Christian Holstad in Deutschland seit über sieben Jahren und folgt einer Reihe von vielbeachteten Einzel- und Gruppenausstellungen in internationalen Institutionen wie der Galleria Civica di Modena, dem New Museum New York, dem Museum of Contemporary Art, Miami sowie der Kunsthalle Düsseldorf.
Zu diesem Anlass hat Holstad eine Serie leuchtender soft sculptures geschaffen, die in einer fantastisch-unheimlichen Installation raumgreifend die gesamten 160 Quadratmeter unserer Kölner Ausstellungsräume erobert haben. Zusätzlich verleihen Schwarzlicht und eine Flutlichtskulptur mit violetten, blauen und pinken Strahlern dem Ausstellungsraum eine mystisch-marine Atmosphäre, die den Besucher in eine dunkle Traumlandschaft führt.
Wesen aus einer anderen Welt gleich bevölkern die glitzernden, pastellfarbenen Skulpturen eine Insellandschaft aus schwarzem Vulkangesteinssplit. Auf dem silbernen, an eine schimmernde Wasseroberfläche erinnernden, Galerieboden liegen und verenden sie mit ihren langen Tentakeln wie an den Strand gespülte Quallen. Diese kollabierenden Wesen sind jedoch aus recyceltem Stoff genähte und gewebte, zusammengesunkene Abbilder von Einkaufswagen führender Einzelhandelsgiganten. Diese Firmen sind durch ihre zunehmende Expansion allgegenwärtig und lassen alternative Händler untergehen; immer stärker bestimmen ihre Logos das Gesicht unserer Städte. Und wie die Präsenz dieser Giganten nimmt auch die Anzahl der Quallen in den Weltmeeren immer mehr zu - durch die Überfischung ihrer natürlichen Feinde, die Erderwärmung und die Verschmutzung von Wasser und Küsten.
Christian Holstad konfrontiert uns mit den hier gezeigten Arbeiten auf eine emotionale und subtile Weise mit den Folgen unseres Konsums. Die Einkaufswagen symbolisieren für ihn die Schnittstelle, an der der Konsument die ökologische Verantwortung übernehmen muss.
Der Titel der Ausstellung macht auf ein 1997 erstmals beschriebenes Phänomen aufmerksam: Der von unserem Konsum übrigbleibende Müll, meist Plastikteile und deren Zersetzungsprodukte, sammeln sich in einigen Strömungswirbeln der Ozeane an und führen durch erhebliche Verdichtung in bestimmten Meeresregionen zu sogenannten ‚Müllstrudeln‘. Der bekannteste unter ihnen ist das „Great Pacific Garbage Patch“ im Nordpazifik, mit einer geschätzten Ausdehnung von der Größe Mitteleuropas.
Christian Holstad wurde 1972 in Anaheim, Kalifornien geborgen und lebt und arbeitet in New York City. Seine Arbeiten sind international in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, unter anderem der des Museum of Modern Art, New York, des Astrup Fearnley Museeet for Moderne Kunst, Oslo und des Museum of Contemporary Art, Los Angeles.
KUNSTKONSUM SCHWERENOT
25. Juni - 31. Juli 2010
Camilla Løw – Social Geometry
21. April – 18. Juni 2010
Vernissage:Mittwoch, 21. April 2010, 18 – 22 Uhr. Die Künstlerin ist anwesend.
21 Uhr: Performance des norwegischen Künstlers Nils Bech, der ein speziell für die Arbeiten Løws geschriebenes Gesangs- und Tanzstück aufführen wird.
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich sehr, die erste Einzelausstellung der norwegischen Künstlerin Camilla Løw (geboren 1976) in Deutschland präsentieren zu dürfen.
Die Werkreihe „Social Geometry“ umfasst Skulpturen, die vorwiegend aus Holz, Metall und Tau gefertigt sind. Auf dem Boden stehend, an den Wänden befestigt oder lehnend, von der Decke hängend, bevölkern sie den gesamten Ausstellungsraum. Die Arbeiten sind durchweg raumspezifisch konzipiert. So befinden sich einge Arbeiten etwa im direkten Dialog mit dem durch Stahlträgerkonstruktionen geprägten Kölner Galerieraum. Løw platziert und stapelt, sie schichtet und bockt die einzelnen Werkbestandteile auf, sie werden weder geklebt noch geschweißt oder geschraubt. Hierdurch und durch die Windung inflexibler Materialien wie Metall sind die Arbeiten zwar fest und eindeutig aber nicht starr und rigide, sie strahlen Beweglichkeit und Leichtigkeit aus.
Trotzdem die Arbeiten Løws eindeutige Referenzen zur amerikanischen Minimal Art und dem russischen Konstruktivismus aufweisen, ist ihr besonders der anthropomorphische Ansatz wichtig. Viele der Objekte sind paarweise angeordnet. Sie interagieren oder wirken auf einander ein. Desweiteren beziehen sich die Skulpturen unmittelbar auf die menschliche Körpergröße oder spiegeln mitunter den Betrachter wider, auch so entstehen dabei neue Konfigurationen und Konstellationen. Die Wechselwirkung zwischen dem Menschen und der konstruierten Form innerhalb diesen räumlichen Spannungsfeldes wird zu einem zentralen Thema in Løws Oeuvre.
Camilla Løw, geboren 1976 in Oslo, Norwegen, studierte im Anschluss an einen zweijährigen Besuch der Asker Kunstkole von 1998 – 2001 an der Glasgow School of Art, die ihr eine Spezialisierung auf das Schaffen von Skulpturen ermöglichte. 2007 wurde sie mit dem Statoil Hydros Art Prize ausgezeichnet. Sie lebt und arbeitet in Oslo.
06. März - 16. April 2010
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich, die erste Einzelausstellung von Michael Just in Köln ankündigen zu können.
Die Ausstellung „Incidents and Environments“ zeigt zwei Gruppen von Arbeiten:
Die ausgestellten Objekte setzen sich mit Ideen von politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen innerhalb der Entstehung von Architektur und Gesellschaftsstrukturen auseinander und untersuchen das Potential der geschaffenen Räume im Hinblick auf ihre soziologische Funktion. Sie sind an architektonische Modelle angelehnt, wollen jedoch keinen praktischen Entwurf darstellen sondern vielmehr die Idee ideologisch und funktional verschieden geprägter Umfelder für sozialen Austausch. Diese „sozialen Räume“ unterliegen in ihren Dimensionen in der Arbeit von Just keinen konkreten Beschränkungen und erstrecken sich bis hin zu Innenräumen und Objekt- und Möbelarrangements als physische Struktur für Mikro-Gesellschaften.
Die gezeigten Papierarbeiten thematisieren verschiedene Möglichkeiten von Diskursen und Gesprächsverläufen und etablieren so potentielle Inhalte und Geschehnisse in den geschaffenen Räumen. Dabei gibt es hinsichtlich dieser Möglichkeiten keine Präferenzen: Aufeinander aufbauende Gespräche, quasi-sinnlose Konversation im Zusammenhang mit elementarem Sozialverhalten und totale Gesprächsverweigerung im Sinne der autoritären Unterbindung eines Dialogs werden gemäß der verschiedenen, real existierenden sozio-politischen Machtkonstellationen gezeigt.
So steht der Ausstellungstitel für einen grundlegenden Ausgangspunkt des Künstlers: Was konstituiert die Räume innerhalb derer Gesellschaft entsteht, bzw. wie wird Gesellschaft durch diese strukturiert? Und: Was kann sich potentiell in ihnen ereignen, das wiederum die Entwicklung dieser Gesellschaft beeinflusst? Just arbeitet soziale Utopien auf und überprüft deren heutige Relevanz, nicht zuletzt indem er sie im dialektischen Sinne mit ihrem dystopischen Gegensatz konfrontiert.
Michael Just, geboren 1979 in Frankfurt am Main, schloss 2007 sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler bei Prof. Daniel Buren ab und studierte anschließend bis 2009 am Goldsmiths College in London. 2005 erhielt er den Förderpreis für Skulptur der Deutschen Bank und wurde im Jahr 2007/08 mit dem EHF-Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung Berlin und einem DAAD-Postgraduiertenstipendium ausgezeichnet.
Er lebt und arbeitet in Berlin.
15. Januar - 19. Februar 2010
SCHMIDT & HANDRUP freut sich sehr, die erste Solo-Ausstellung des lettischen Künstlers Viktor Timofeev (geboren 1984 in Riga) in Deutschland präsentieren zu können.
Ein Local Area Network ist eine Gruppe von miteinander verbundenen Computer-Knotenpunkten innerhalb einer relativ engen räumlichen Nähe. Die Größe eines LAN (korrekte Abkürzung) ist jedoch nicht festgelegt - es kann sich um ein Einzelzimmer, ein Stockwerk, ein ganzes Gebäude oder um einen Häuserblock handeln, weil dies letztlich durch die Funktion diktiert wird. Ein LAN repräsentiert auf diese Weise eine neue Art von Gemeinschaft, eine, in der gemeinschaftliche Interaktion auftreten kann, ohne daß eine traditionell dafür maßgebliche direkte Nachbarschaft bestehen muss.
Jede Konstruktion in den Gemälden und Zeichnungen für LOCAL_AREA_NETWORK[s] ist ein hypothetischer Knotenpunkt auf einem generischen LAN. Vielen dieser Konstrukte sind IP (Internet Protocol)-Adressen zugeteilt, die sie weiter zu einzelnen Gemeinschaften ohne geographische Bestimmungen gruppieren. Sie werden von Timofeev als "irgendwo" und "unbestimmt" definiert. Die Abgrenzung zwischen sichtbarer Verbundenheit und unsichtbarer Nähe ist die erste einer Reihe von Gegenüberstellungen und Widersprüchen, die sich in all den Arbeiten dieser Ausstellung wiederfinden.
Die Welt, die Timofeev erschaffen hat, zeigt Konzepte welche von visionärer Architektur, utopischen Gemeinschaften und Skateboard-Ideologie beeinflusst sind. Diese Begriffe sind mit Objekten aus verschiedenen geschichtlichen Epochen überlagert. Utopische Ideen des frühen 20. Jahrhunderts verbinden sich mit Nachkriegs-Idealismus, und interagieren mit "end-of-the-century" Subkulturen. Diese Auflösung der Hierarchie des Ausgangsmaterials ermöglicht das Entstehen von Ungereimtheiten, was häufig zu Utopie-trifft-Wirklichkeit-Situationen führt. Allerdings bieten die Werke ausdrücklich keine nostalgischen Darstellungen "gescheiterter Träume", sondern hypothesieren - vielfach auf humorvolle und verspielte Art - die sich ständig ändernden Definition der Utopie und ihrer höchst relativen Natur. So entsteht eine interessante Beziehung zwischen den schiefen Winkeln von Konstantin Melnikow, der Skate-Park, dem industriellen Müllcontainer und den unsichtbaren Fäden des LAN.
Nachdem er zunächst Informatik studiert hatte, beendete Viktor Timofeev seine BFA am Hunter College in New York im Jahr 2008. Seither lebt und arbeitet er in Berlin.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Timo Seber - I'm That Chick
20. November - 19. Dezember 2009
Timo Seber wählte für den Titel seiner Arbeiten einen popkulturellen Claim. Er ist einmal kränkende Fremdzuschreibung, mit der Stil und Ästhetik der Selbstinszenierung weiblicher MCs im afroamerikanischen Hip Hop bezeichnet ist. „Chick“ nimmt dabei die Konnotationen von „lasziv“ und „billig“ auf. Zugleich ist der Begriff ein provokantes Performativ, das Zuschauer, Zuhörer mit einer Selbstbezichtigung konfrontiert, welche eine Ermächtigung des weiblichen Ichs befördern kann. „Seht her, ich weiß genau, dass ich ein billiges Luder bin, und genau darauf basiert das Geheimnis meines Erfolgs“, könnte somit die Umschreibung dieses Claims lauten. Auf dieser Grenze von Fremdzuschreibung und Selbstbezeichnung siedelt Timo Seber seine hier ausgestellten Arbeiten an.
Thematisch zeigen sie fest gefügte, tradierte Männlichkeitshierarchien in ihrer gesamtgesellschaftlichen Wirkmächtigkeit auf. Ein Beispiel aus dem politisch-industriellen Komplex – die Firma Krupp – sowie das System der Kunst werden auf synekdochische Weise von Timo Seber zur Demonstration verwendet. Die historische Figur des Krupp-Eben Arndt von Bohlen und Halbach dient ihm dabei als Schlüsselelement in einer Reflexion einerseits auf die unausweichlichen gesellschaftlichen Kräfte, die das Subjekt formen und hinsichtlich seiner „Leistung“ permanent be- und verurteilen, andererseits auf mögliche Fluchtlinien, die sich für das Subjekt ergeben. Dies aber nicht, indem es die strukturellen Zwänge leugnet, sondern anerkennt und in der Anerkennung für sich nutzbar macht.
Die formal strengen Auslassungen, welche auf eine Versehrtheit der Person verweisen, evozieren eine leichte Melancholie in der fotografischen Serie, mit der zunächst die Frage im Raum steht, inwieweit Bohlen Halbach Opfer dieser Urteile und Strukturen ist. Ganz bewusst werden die „Fotografien“ mit dem „Direktorium“ konfrontiert, welches gerade um so bedeutsamer ist, als es sich der Evidenz entzieht, da es lediglich um eine in Papier geritzte Umrisslinie handelt: mächtige Präsenz der Absenz. Die reflexive Bewegung bleibt dabei aber nicht stehen, sondern Timo Seber befragt im zweiten Schritt seine eigene Position als Subjekt, als Mann und als Künstler. Das Verhältnis von Tradition und Hierarchie, von Herrschaft und Knechtschaft wird folgerichtig in den mit Prints behängten Stellwänden erneut aufgenommen, die den Barock-Zeichner Johann Elias Ridinger bei seiner Lieblingsbeschäftigung zeigen: dem Malen in der freien Natur sowie seinen Assistenten, den er selbst in einer Jagdsituation inszenierte. Auch hier spielt das Element des eros eine wichtige Rolle, jedoch weniger in der destruktiven Variante wie bei Bohlen und Halbach, sondern in der pädagogischen. Auch dort, so die Aussage von Timo Sebers Arbeit, wo die Darstellungsinhalte auf die Intimität des Verhältnisses zwischen Meister und Schüler abzielen, dominiert das Moment hierarchischer Abhängigkeit. Wie positioniert man sich hierzu bzw. welche Rolle will man in diesem System einnehmen?
Die thematischen Strategien des Aufwerfens und Befragens konvergieren in den hier ausgestellten Arbeiten mit dem Aneignen bereits existenter Inhalte und Strategien im System der Kunst und sind von Timo Seber in die verwendeten Materialitäten eingelassen. Sie münden in zum Teil akribisch verfolgte Prozesse des Ein- und Umschreibens, wie es die Verflechtungen auf den Rückseiten der Stellwände eindrücklich bezeugen. So werfen alle Elemente der Ausstellung bekannte Genres, Objekte und Kategorien auf, die jedoch in der Bearbeitung des Materials buchstäblich ins Leere laufen, wie die Aussparungen und Lücken in den Rahmen der Fotografien und in der Aufhängung der Printbögen, oder auch leichte Verschiebungen erfahren, wie die „Vitrinen“, die aufgrund ihrer Ausstattung mit Gelenken ständig umgebaut werden können. Als Betrachterin wird man durch die Geste, Traditionen zu wiederholen, deren Bedingungen aber nicht erfüllt werden, zum Nachdenken über dieselben gezwungen. Man ist als Betrachter angehalten, diese Doppelbewegung der Reflexion mitzuvollziehen. Es entsteht ein dichtes Verweissystem, ein komplexes Netzwerk von Bezügen zwischen thematischen Inhalten, künstlerischen Strategien und eingesetzten Materialien. Im Zentrum steht in der Form eines Konvergenzpunkts, der zugleich ein Strahlungspunkt ist, die Frage nach der eigenen Identität. Diese ist immer der Effekt äußerer Zwänge, wie sie auch eine zur Selbstermächtigung verdichtete Struktur sein kann. Dass es sich bei dieser Definition von Identität um einen allgemein akzeptierten common sense handelt, ist nur an der Oberfläche eine Plattitüde. Denn erst auf dieser erkenntnistheoretischen Basis können wir nicht aufhören, nicht mit uns selbst identisch zu sein, und dies für uns möglichst transgressiv-mehrwertig in Anschlag bringen: I am that chick!
Dr. Christiane König
Film- und Medienwissenschaftlerin
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich sehr, eine Einzelausstellung des Kölner Künstlers Andreas Hirsch präsentieren zu können.
Die Arbeiten Hirschs zeichnen sich durch einen experimentellen und analytischen Umgang mit Photographie, Zeichnung, Video und Klang aus.
Im Zentrum der Ausstellung stehen Aufnahmen exotischer Pflanzen, die der Künstler mittels lichtmalerischer Verfahren in der Dunkelkammer weiter bearbeitet. Diese Prozesse nehmen eine tragende Rolle ein: Im „alchemistischen“ Umgang mit Lampen und Schablonen entstehen Unikate, die sich zwischen analoger Photographie und Photogramm bewegen. "Psycho Flora" ist zum einen der Titel der programmatischen Zeichnung dieser Ausstellung, verweist aber ebenso auf die psychedelischen Farben der Arbeiten sowie auf die Künstlichkeit der Situation, in der die abgebildeten Gewächse sich befinden. In der vorgestellten Natur erscheint der Mensch als Architekt, der Spezies von einem Ort an den anderen versetzt. Er schafft ihnen ein künstliches Klima - kategorisiert, erforscht und betrachtet sie. Mit seinen Eingriffen in die vorgefundenen Szenerien setzt Hirsch ein assoziatives Spiel in Gang, in dem die Pflanzen zum Mittelpunkt eines bizarren Gefüges werden.
Die Ausstellung wird am 30. Oktober durch Hirschs Musikperformance TreeSpeedMusic abgerundet. Mit kuriosen Instrumenten wie der Palmonika, einem elektrifizierten Palmwedel, oder dem Singenden Spazierstock inszeniert er gleichermaßen ein Bild- und Tonereignis. In Verbindung mit Live Sampling, präparierten Gummibändern, Miniventilatoren und Effektpedalen werden loop-basierte Stücke entwickelt, die sowohl von Minimalmusik als auch von abstrakter Elektronik beeinflusst sind.
Andreas Hirsch, 1972 in Leverkusen geboren, lehrt seit 2008 an der Kunsthochschule für Medien in Köln, wo er selbst bis 2001 bei Professor Jürgen Klauke Kunst studierte und seinen Abschluss machte. Seine Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen im In-und Ausland präsentiert. Derzeit ist er Stipendiat des Kölnischen Kunstvereins sowie der Imhoff Stiftung. Für das Jahr 2010 wurde er von der Byrd Hoffman Foundation und Robert Wilson zu einem Stipendium ins Watermill Center auf Long Island / NY eingeladen.
Zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch mit dem Titel 'Psycho Flora A-Y'.
Max Korinsky - Nach Draussen, Bist Du Drinnen
04. September - 10. Oktober 2009
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich sehr, die erste Einzelausstellung von Max Korinsky in ihren Galerieräumen ankündigen zu dürfen.
Die Arbeiten Korinskys setzen sich mit unterschiedlichen Ideen und Wahrnehmungsmöglichkeiten von Räumen auseinander. Von den hinter Glas, in weißen Künstlerrahmen präsentierten Leinwänden strahlt Ruhe aus, Raumstillleben nennt der Künstle die Arbeiten seiner aktuellen Werkserie. Der ausgewogene Umgang mit Architektur- und Designelementen verrät malerisches Können. Die Arbeiten leisten aber vielmehr, als nur dem Auge des Betrachters zu schmeicheln: Sie bedienen sich des Aufbruchs und der Neuzusammensetzung von Räumen und der Entfremdung von an das Design der Nachkriegszeit erinnernden Möbelstücken und Stilelementen und bringen den Betrachter dazu, sich mit seiner Auffassung von Räumen, insbesondere Wohnräumen, auseinander zu setzen. Schnell kommt man zur Erkenntnis, dass diese scheinbare, auf den ersten Blick auch beim Betrachten der Arbeiten Korinskys empfundene Ruhe, die Funktion des privaten Raumes als Rückzugsort heute kaum noch existiert: moderne Medien wie das Telefon, der Ferneseher und nicht zuletzt das Internet setzen diese zunehmend außer Kraft.
Max Korinsky, geboren 1984 in Ibbenbüren studiert Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf und Germanistik und Geschichte an der Universität Wuppertal. Er wurde Anfang diesen Jahres mit dem Stipendium des Rotary Deutschland Gemeindienstes e.V. ausgezeichnet und lebt und arbeitet in Wuppertal.
Marcus Kleinfeld – Masse ohne Eigenschaften
Zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch mit dem Titel 'Psycho Flora A-Y'.
Max Korinsky - Nach Draussen, Bist Du Drinnen
04. September - 10. Oktober 2009
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich sehr, die erste Einzelausstellung von Max Korinsky in ihren Galerieräumen ankündigen zu dürfen.
Die Arbeiten Korinskys setzen sich mit unterschiedlichen Ideen und Wahrnehmungsmöglichkeiten von Räumen auseinander. Von den hinter Glas, in weißen Künstlerrahmen präsentierten Leinwänden strahlt Ruhe aus, Raumstillleben nennt der Künstle die Arbeiten seiner aktuellen Werkserie. Der ausgewogene Umgang mit Architektur- und Designelementen verrät malerisches Können. Die Arbeiten leisten aber vielmehr, als nur dem Auge des Betrachters zu schmeicheln: Sie bedienen sich des Aufbruchs und der Neuzusammensetzung von Räumen und der Entfremdung von an das Design der Nachkriegszeit erinnernden Möbelstücken und Stilelementen und bringen den Betrachter dazu, sich mit seiner Auffassung von Räumen, insbesondere Wohnräumen, auseinander zu setzen. Schnell kommt man zur Erkenntnis, dass diese scheinbare, auf den ersten Blick auch beim Betrachten der Arbeiten Korinskys empfundene Ruhe, die Funktion des privaten Raumes als Rückzugsort heute kaum noch existiert: moderne Medien wie das Telefon, der Ferneseher und nicht zuletzt das Internet setzen diese zunehmend außer Kraft.
Max Korinsky, geboren 1984 in Ibbenbüren studiert Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf und Germanistik und Geschichte an der Universität Wuppertal. Er wurde Anfang diesen Jahres mit dem Stipendium des Rotary Deutschland Gemeindienstes e.V. ausgezeichnet und lebt und arbeitet in Wuppertal.
Max Korinsky - Nach Draussen, Bist Du Drinnen
04. September - 10. Oktober 2009
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich sehr, die erste Einzelausstellung von Max Korinsky in ihren Galerieräumen ankündigen zu dürfen.
Die Arbeiten Korinskys setzen sich mit unterschiedlichen Ideen und Wahrnehmungsmöglichkeiten von Räumen auseinander. Von den hinter Glas, in weißen Künstlerrahmen präsentierten Leinwänden strahlt Ruhe aus, Raumstillleben nennt der Künstle die Arbeiten seiner aktuellen Werkserie. Der ausgewogene Umgang mit Architektur- und Designelementen verrät malerisches Können. Die Arbeiten leisten aber vielmehr, als nur dem Auge des Betrachters zu schmeicheln: Sie bedienen sich des Aufbruchs und der Neuzusammensetzung von Räumen und der Entfremdung von an das Design der Nachkriegszeit erinnernden Möbelstücken und Stilelementen und bringen den Betrachter dazu, sich mit seiner Auffassung von Räumen, insbesondere Wohnräumen, auseinander zu setzen. Schnell kommt man zur Erkenntnis, dass diese scheinbare, auf den ersten Blick auch beim Betrachten der Arbeiten Korinskys empfundene Ruhe, die Funktion des privaten Raumes als Rückzugsort heute kaum noch existiert: moderne Medien wie das Telefon, der Ferneseher und nicht zuletzt das Internet setzen diese zunehmend außer Kraft.
Max Korinsky, geboren 1984 in Ibbenbüren studiert Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf und Germanistik und Geschichte an der Universität Wuppertal. Er wurde Anfang diesen Jahres mit dem Stipendium des Rotary Deutschland Gemeindienstes e.V. ausgezeichnet und lebt und arbeitet in Wuppertal.
19. Juni - 31. July 2009
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich sehr, die erste Einzelausstellung von Marcus Kleinfeld (geboren 1979 in Berlin) in Deutschland präsentieren zu können.
Seit einigen Jahren beschäftigt sich Marcus Kleinfeld mit den Themengebieten der Psychologie der Massen und der Verhaltenssteuerung. Die „Masse“ heutzutage sieht Kleinfeld als eine Gruppe von Einzelpersonen, eine Ansammlung von unterschiedlichsten Belangen und Symptomen, ohne die Einheitlichkeit und Verbundenheit, die das Wort impliziert. Das Verhalten der Individuen und die Beziehungen dieser untereinander, beeinflusst von der täglich immensen Menge an Bildern, die von allen Seiten auf uns einströmen, werden untersucht.
„Masse ohne Eigenschaften“ ist eine Werkgruppe, die ein spezielles Problem unserer Zeit anspricht: Trotz zunehmender Armut und immer größer werdenden Kluften zwischen den Gesellschafsschichten präsentieren uns die Medien idealisierte Bilder - Gesundheit, Luxus und Genusssucht werden impliziert. Wir sehen uns tagtäglich mit Szenarien konfrontiert, die mit unserer Realität wenig oder nichts gemeinsam haben, denen wir aber trotzdem nacheifern. Die Arbeiten Kleinfelds präsentieren sie vollkommen anders, als wir es von dort gewohnt sind, wo Wirtschaft, Politik und Medien diese Bilder als Propagandawerkzeuge einsetzen. Die Werke in der Ausstellung sind, anders als der Titel dieser vermuten lässt, nicht überfüllt, sondern auf einige wenige Elemente beschränkt. Sie dienen als Betrachtung, vielleicht sogar als Zerlegung, der Realität. Präsentiert auf nicht grundierter Leinwand, und auf das reduziert, was das Dargestellte ist, wofür es gemacht ist; Verschleierung und Vortäuschung sind nahezu unmöglich. Viele der Arbeiten sind Zeichnungen, da aber auf Leinwand, nicht auf Papier, gearbeitet wird, präsentieren sie sich als Malerei; einige von ihnen wirken wie Stillleben, sind aber von Texten begleitet; Photographie und Malerei, Stillleben und Perspektive werden einander vergleichend gegenübergestellt; Kategorisierungen werden in Frage gestellt. Die Arbeiten konfrontieren den Betrachter zusätzlich mit der Frage wie Menschen zusammenleben, wie sie ihren Einfluss aufeinander geltend machen. Oft als Diptychen präsentiert, bringen sie die abgebildeten Personen oder Gegenstände in einen Dialog miteinander.
Marcus Kleinfeld studierte am Chelsea College of Art and Design, London, dem Ecole Superieure des Beaux-Arts Villa Arson, Nizza und dem Goldsmiths College, London.Er lebt und arbeitet in London.
Die Galerie Schmidt & Handrup freut sich sehr, die erste Einzelausstellung von Marcus Kleinfeld (geboren 1979 in Berlin) in Deutschland präsentieren zu können.
Seit einigen Jahren beschäftigt sich Marcus Kleinfeld mit den Themengebieten der Psychologie der Massen und der Verhaltenssteuerung. Die „Masse“ heutzutage sieht Kleinfeld als eine Gruppe von Einzelpersonen, eine Ansammlung von unterschiedlichsten Belangen und Symptomen, ohne die Einheitlichkeit und Verbundenheit, die das Wort impliziert. Das Verhalten der Individuen und die Beziehungen dieser untereinander, beeinflusst von der täglich immensen Menge an Bildern, die von allen Seiten auf uns einströmen, werden untersucht.
„Masse ohne Eigenschaften“ ist eine Werkgruppe, die ein spezielles Problem unserer Zeit anspricht: Trotz zunehmender Armut und immer größer werdenden Kluften zwischen den Gesellschafsschichten präsentieren uns die Medien idealisierte Bilder - Gesundheit, Luxus und Genusssucht werden impliziert. Wir sehen uns tagtäglich mit Szenarien konfrontiert, die mit unserer Realität wenig oder nichts gemeinsam haben, denen wir aber trotzdem nacheifern. Die Arbeiten Kleinfelds präsentieren sie vollkommen anders, als wir es von dort gewohnt sind, wo Wirtschaft, Politik und Medien diese Bilder als Propagandawerkzeuge einsetzen. Die Werke in der Ausstellung sind, anders als der Titel dieser vermuten lässt, nicht überfüllt, sondern auf einige wenige Elemente beschränkt. Sie dienen als Betrachtung, vielleicht sogar als Zerlegung, der Realität. Präsentiert auf nicht grundierter Leinwand, und auf das reduziert, was das Dargestellte ist, wofür es gemacht ist; Verschleierung und Vortäuschung sind nahezu unmöglich. Viele der Arbeiten sind Zeichnungen, da aber auf Leinwand, nicht auf Papier, gearbeitet wird, präsentieren sie sich als Malerei; einige von ihnen wirken wie Stillleben, sind aber von Texten begleitet; Photographie und Malerei, Stillleben und Perspektive werden einander vergleichend gegenübergestellt; Kategorisierungen werden in Frage gestellt. Die Arbeiten konfrontieren den Betrachter zusätzlich mit der Frage wie Menschen zusammenleben, wie sie ihren Einfluss aufeinander geltend machen. Oft als Diptychen präsentiert, bringen sie die abgebildeten Personen oder Gegenstände in einen Dialog miteinander.
Marcus Kleinfeld studierte am Chelsea College of Art and Design, London, dem Ecole Superieure des Beaux-Arts Villa Arson, Nizza und dem Goldsmiths College, London.Er lebt und arbeitet in London.
"ZUR SACHE" Gruppenausstellungseröffnung
04. April - 13. Juni 2009
Edward Fornieles, Murray Gaylard, Delia R. Gonzalez, Andreas Hirsch, Christian Holstad, Max Korinsky, Stephanie Snider und Viktor Timofeev


